Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Aquarell zu malen.

Eine Möglichkeit besteht darin, Aquarell lediglich für die Koloration zu nutzen und die Formen durch Konturen mit Bleistift, wasserfestem Fineliner oder Tusche vorzugeben. Das hatte ich bei den Wittstocker Aquarellen beispielsweise getan.

» Zu den Wittstocker Aquarellen

Eine andere Möglichkeit besteht darin, nur wenig vorzuzeichnen und sonst das Bild weitesgehend mit Farbe auszuarbeiten. Da es keine Möglichkeit zur Korrektur gibt, ist dieses Verfahren natürlich umso schwieriger. Doch vielleicht fällt es mir auch einfach nur schwer, ein wenig loszulassen und dem Prozess seinen Lauf zu lassen. 😉

» Zu den Rügen Aquarellen

Ein schönes Hilfsmittel für diese zweite Herangehensweise ist der Mask Liner, Masker Fluid oder auch Rubbelkrepp. Diesen kippt es in unterschiedlichen Varianten. In diesem Beispiel wurde ein Applikator in Stiftform verwendet, bei dem man durch Druck eine Art Paste auf das Papier aufträgt. Wenn sie trocknet, wird sie zu einer gummiartigen Substanz, die das Wasser abweißt und sich nach dem Zeichnen abziehen lässt.

Auftragen des Mask Liner

Getrockneter Mask Liner

Wenn der Mask Liner ausgetrocknet ist, wird er leicht transparent. Man sieht also ggfls. auch seine Bleistift-Hilfslinien wieder. 😉

Farbauftrag

Der Mask Liner ist nun wasserabweisend. Man kann also ohne Bedenken über die Flächen malen (Schatten des Baumes) oder mit Leichtigkeit ausmalen (Baumstamm).

Abziehen des Mask Liners

Wenn man nun soweit fertig ist, dass man den Mask Liner entfernen möchte, muss man an den Rändern leicht rubbeln. Es empfiehlt sich, den Gummi anschließend flach am Papier entlang abzuziehen. Ähnlich wie bei Poster Stripes, anderenfalls wird die Papieroberfläche stark in Mitleidenschaft gezogen.

Fertiges Bild

Anschließend kann man die erzeigten Weißflächen auch wieder für einen neuen Farbauftrag nutzen, um beispielsweise mit einem feinen Pinsel weitere Details einzuzeichnen.

Fazit

Ich denke, grundsätzlich kann man mit diesem Mask Liner einige spannende Effekte erzielen. Allerdings ist der Auftrag aus dem Applikator eher grober Natur und eignet sich besser für größere Formate. Hinzu kommt, dass die Papieroberfläche leicht beschädigt wird, wenn man nicht aufpasst.

Den Mask Liner gibt es für ein paar Euro von “Solo Goya” im Bastelgeschäft. Sicherlich gibt es da auch teurere Anbieter, zum Probieren bevorzuge ich allerdings die Billiganbieter. 😉

Dieser Post erschien ursprünglich in meinem alten persönlichen Blog unter blog.chrissi25.de

Mask Liner für Aquarelle
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