Hallo ihr Lieben, sorry, dass es hier so ruhig war. Es war einiges los und von ein paar Dingen kann und werde ich in nächster Zeit hier berichten. Wir starten mit dem längst fälligen Bericht zum Test der uni-ball Stifte. Vielleicht ist für euch ja etwas dabei. 🙂 

Ende Mai bekam ich eine Nachricht, ob ich nicht ein paar Stifte aus dem uni-ball-Sortiment aussuchen und testen wollen würde. Sonst bekomme ich ja eher so unrecherchierte Anfragen, ob ich einen Beitrag über ein Thema x schreiben und dabei Links setzen kann, obwohl das Thema nichts mit meinem Blog zu tun hatte. Entsprechend positiv kam diese Anfrage bei mir an und ich dachte, dass das vielleicht für euch interessant sein könnte. 🙂

Meine Auswahl

Als ich mir das Sortiment auf uni-ball.de anschaute, stellte ich gleich fest, dass das Sortiment in “Schreiben” und “Hobby/Craft” unterteilt ist. Es richtet sich also nicht unbedingt direkt an Künstler. Wer jedoch Stifte sucht, auf denen er auch mal etwas anderes tun kann, wird unter Hobby/Craft einiges finden. Ich wollte auf jeden Fall den weißen Gelschreiber und den dünnen weißen Posca-Marker testen, da ich nach meinen letzten Versuchen für weiße Highlights eher unzufrieden war. (Das verpacke ich mal in einem eigenen Blogpost. 😉 ) – Darüber hinaus hat uni-ball radierbare Gelschreiber im Sortiment, auch das fand ich sehr spannend.

Am Ende wurden es folgende Stifte:

  • uni-ball AIR Micro
  • uni-ball Signo TSI schwarz
  • uni-ball Signo TSI blau
  • uni POSCA – Pinselspitze – rot
  • uni POSCA – Pinselspitze – gelb
  • uni POSCA – Pinselspitze – pink
  • uni POSCA – Pinselspitze – silber
  • uni POSCA – schmal – weiß
  • uni-ball Signo borad weiß

Bei der Auswahl der Farben für die Pinsel-Marker ließ ich mich überraschen – ein bisschen Herausforderung muss sein. Zunächst war ich tatsächlich auch ein bisschen überfordert, da Pink ja eigentlich nicht so meine Farbe ist. 😉

Schwarzer Tintenroller “uni-ball AIR Micro”

Der AIR ist als Tintenroller eigentlich als Schreibgerät gedacht, doch ich finde, das muss einen nicht aufhalten. Mit Kugelschreibern zeichne ich schließlich auch. 😉 Der Stift ist gut verarbeitet und liegt beim Schreiben bequem in der Hand.

In meinem ersten Anlauf habe ich den AIR allerdings eher wie meine Fineliner genutzt und mit gleichmäßigem Druck gearbeitet. Dabei weißt er dann eine für meine Verhältnisse eher dicke Strichstärke auf. In meinem einen Skizzenbuch zufaserte leider auch die Linie leicht, was mir mit meinen Finelinern in der Regel nicht passiert. Auf normalem Kopierpapier passiert dies allerdings nicht. Man sollte hier also auf die Beschaffenheit des Papiers achten.

Der AIR lässt sich gut mit Aquarellbuntstiften und Wassertankpinsel kombinieren. Je nach Papierstruktur verträgt er dabei auch ein wenig Wasser ohne sofort zu verwaschen. Für ein größeres s/w-Kunstwerk fehlte mir bisher die Zeit, doch auch dort kann ich ihn mir ganz gut vorstellen.

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Radierbare Gelroller? uni-ball Signo TSI

Ein radierbarer Gelstift? Das klang in meinen Ohren ziemlich cool und ich überlegte, ob sowas dann wohl auch für Vorzeichnungen funktionieren könnte? Ich wünschte mir entsprechend einen in hell-blau (Vorzeichnung) und schwarz.

Auch die Verarbeitung dieser beiden Stifte ließ keine Wünsche offen. Der Radierer befindet sich hierbei jeweils am unteren Ende des Stiftes. Die Stifte schreiben wirklich toll und gefallen mir dabei besser als der AIR. Das Hellblau gefällt mir dabei auch farblich sehr, sodass ich aktuell tatsächlich die ein oder andere Ideenskizze mit ihm mache.

Der schwarze Stift ist leider eher dunkel grau als satt schwarz.

Doch wie ist das nun mit dem Radieren? Grundsätzlich muss man hierbei darauf achten, dass die Farbe wirklich getrocknet ist. Sonst verschmiert man alles nur. Logisch oder? Beim Zeichnen kann man das allerdings auch mal vergessen. Leider muss ich sagen, dass sich die Farbe dann – egal wie alt der Strich ist – nicht rückstandsfrei wegradieren lässt. Es sollte hell genug sein, um es dann mit Photoshop leicht weg zu kriegen, doch zeichnerisch reicht mir das leider nicht.

Auch hier muss ich allerdings zur Verteidigung von Stift und Hersteller einwänden: Diese Stifte sind auch nicht zum Zeichnen gedacht, sondern zum Schreiben. Und für einen Kalender finde ich es sehr praktisch. Gerade wenn die Fläche für Termine eher überschaubar ist. Dafür ist es wirklich sehr cool. 🙂

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POSCA Marker im Test

Die POSCA Marker sind etwas anders als die klassischen Marker zum Malen. So erhält man sie mit weißer Pinselspitze und muss dann erstmal schütteln und pumpen, damit man Farbe in der Spitze hat. Das hat mich zunächst ziemlich irritiert und ich fragte mich, ob man da Wasser zu braucht. Allerdings hatte ich scheinbar einfach nicht lange genug gepumpt, denn beim nächsten Stift ging es auch so.

Die POSCA Marker gibt es mit verschiedenen Spitzen und dabei in verschiedenen Farben. Bei der Pinselspitze ist die Farbauswahl (10) allerdings stark eingeschränkt. Vom Farbauftrag her muss man wirklich darauf achten, dass genug Farbe in der Spitze ist. Sonst ist es wie mit einem trockenen Pinsel.

Die Farben trocknen recht schnell und lassen sich leider nicht wirklich gut ineinander vermalen. Ich habe bei meinem ersten größeren Bild etwas getrickst und die Konturen vom AIR vermalt. Diese haben die POSCA-Marker nämlich im Gegensatz zu Wasser sehr schnell gelöst.

Wenn man sich mal von dem Gedanken des Vermalens und netter Verläufe löst und das Ganze grafischer angeht oder mit Mischtechniken arbeitet, dann lassen sich die Marker in meinen Augen sehr gut einsetzen.

Darüber hinaus malen sie nicht nur auf Papier, sondern auch auf anderen Materialien wie Glas, Stein oder ich habe auch mal einen Deckel unserer Einweckgläschen genutzt. Auch auf dunkelm Papier sind die Stifte opaque deckend. Eurer Kreativität sind in dieser Richtung also keine Grenzen gesetzt. 🙂

Besonders für Handlettering auf unterschiedlichen Untergründen kann ich mir die POSCA Marker wirklich sehr gut vorstellen.

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Weiße Highlights mit uni-ball

Zu diesem Thema möchte ich zu einem späteren Zeitpunkt einen eigenen Beitrag schreiben, daher erstmal nur eine kleine Zusammenfassung. Sowohl der PISCA (PC-1 MR), als auch der Signo broad können für Highlights verwendet werden. Allerdings muss der POSCA wieder geschüttelt und gepumpt werden, um ein wirklich deckendes Ergebnis zu erzielen. Nachfolgend eine Detailaufnahme des kleinen Tests, den ich gemacht hatte.

(Die breiten hellen Striche sind das reflektierende Silber des POSCA Markers. )

Der Signo broad ist ein Gelschreiber und somit direkt Einsatzbereit. Darüber hinaus gelingen mir mit dem Signo broad feinere Linien und unter diesen beiden ist er mein Favorit. Für das Mohnblumen-Bild habe ich den Signo broad für Highlights genutzt. Wenn er aufgebraucht ist, werde ich mir den auf jeden Fall auch selber kaufen.

Zu den Produkten: POSCA PC-1MR und Signo broad

Fazit

Die Stifte sind alle sehr hochwertig verarbeitet. In meinem kleinen Lichttest konnte ich nach mehreren Wochen keine Veränderung beobachten, obwohl ich zumindest über den radierbaren Signo TSI gelesen hatte, dass sie mit der Zeit erbleichen. Wenn ihr mehr macht, als einfach nur auf Papier zu malen und zu zeichnen, sondern euch auch auf anderen Materialien verwirklichen wollt, dass sind die POSCA Marker auf jeden Fall einen Blick wert.

Ich danke uniball für die Chance, die Stifte testen zu dürfen und hoffe, der Beitrag war für euch interessant.

Habt ihr Fragen, die ich euch beantworten kann? Dann immer her damit. 🙂

Hinweis: Ich habe die hier getesteten Stifte kostenfrei vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine andere Art von Entlohnung/Bezahlung für diesen Beitrag gab und gibt es nicht.

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Der uni-ball-Stifte Test (sponsored)
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5 thoughts on “Der uni-ball-Stifte Test (sponsored)

  • 23 July 2017 at 06:42
    Permalink

    Der Signo als Highlighter klingt interessant. Mal davon abgesehen echt süße Zeichnungen ^^

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    • 23 July 2017 at 11:17
      Permalink

      Danke für dein Feedback. Schön, dass dir meine Zeichnungen gefallen. ^^
      Ich hatte vorher schon Gelschreiber in weiß von Hybrid, die allerdings im Farbauftrag nicht so gut waren.

      Reply
  • 23 July 2017 at 08:24
    Permalink

    Viele von den Stiften kenne ich sogar schon. Posca Marker würde ich aber auch mal gern testen, einfach nur weil ich neugierig bin – sie scheinen sich ja sehr von herkömmlichen Markern zu unterscheiden 🙂

    Reply
    • 23 July 2017 at 11:26
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      Ich habe Copics bisher nur sporadisch testen können und habe sonst nur einen grauen Marker von Stylefile, den ich bei s/w Arbeiten gern mal für Schatten nehme. Der trägt sich auf jeden Fall ganz anders auf. Von daher würde ich auch sagen – ist mal was anderes. 😀

      Reply
  • 23 July 2017 at 11:47
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    Interessanter Test! Besonders der weiße Gelstift hat es mir angetan, die Suche nach einem geeigneten Exemplar gestaltet sich wirklich schwierig. Aber auch die radierbaren Gelis, für Bulletjournal ist das bestimmt klasse!3
    Und deine Zeichnungen sind ebenfalls klasse!
    ♥lich Claudia

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