
Kaum zu glauben, doch das erste Quartal liegt bereits hinter uns. Wie schon in meinem Beitrag über Schreibrituale angekündigt, habe ich mir für 2026 vorgenommen, mehr für meine Projekte zu schreiben. Ein Rückblick auf die letzten drei Monate zeigt, dass sich da schon einiges bewegt hat, auch wenn ich nicht alle Ziele erreichen konnte.
Inhalt
Meine Schreibprojekte
Novelle „Ruf nach Meer“
Die Idee für diese Geschichte lag hier schon mehrere Jahre herum und das Format war nicht unbedingt klar. Ende 2025 habe ich beschlossen, dass ich mit „Ruf nach Meer“ nun endlich lernen will, auch mal etwas abzuschließen.
Von Ende Dezember bis Anfang Februar schrieb ich – immer wieder unterbrochen vom Alltag. Meine Rohfassung kam auf ca. 10.000 Wörter. Ich übergab die Geschichte dann meinem Mann und einem Freund zum Gegenlesen und ließ das Projekt ganz bewusst liegen, um Abstand zum Material zu gewinnen.
Ende Februar startete dann die Überarbeitungsphase. Kernfeedback: Der Plot war zu offensichtlich und zu schnell zu durchschauen. Innerlich stöhnte ich erstmal. All den Inhalt noch einmal durchgehen?
Ich habe es strukturell vorbereitet, doch dann kam in unserer ODC-Runde die Frage auf, die Comic-Fassung vielleicht doch noch zu machen. Also begann ich die Comic-Adaption (Kurzcomic, 8 Seiten) vorzubereiten.
Eigentlich hatte ich geplant, die Novelle noch im ersten Quartal vollständig veröffentlicht zu haben, doch das hat nun noch nicht geklappt. Ich bin immer noch sehr unschlüssig wegen des Deckblatts und zögere, hier einfach die KI die Arbeit machen zu lassen.
Projektstatus:
- Rohfassung von 10.060 Wörtern
- Feedback von 2 Beta Lesern eingeholt
- Überarbeitung vorbereitet (Nächster Schritt: Schreiben)
- Konzept Kurzcomic (Nächster Schritt: Thumbnailing)
Das verborgene Gleichgewicht
Auch wenn ich mir vorgenommen hatte, es zur Seite zu legen, kam das Projekt immer wieder zu mir zurück. Die Dramatica-Strukturen für das erste Buch kann ich mittlerweile gut auch unterwegs im Zug mit Handy und Notizbuch festzurren. Gleichzeitig bekam ich zwischendurch Lust, mich mit der Psychologie meiner Figuren zu beschäftigen, was ich dann natürlich übergreifend tat.
Der größte Meilenstein war jedoch, dass ich Buch 1 nun endlich weitestgehend durchgeplant habe. 70 Szenenkarten warten nun darauf, mit Leben gefüllt zu werden.
Projektstatus:
- 70 Szenenkarten für Buch 1 mit Kurzbeschreibung, Meta-Daten und Hinweisen zur Atmosphäre vorbereitet
Weitere kreative Aktivitäten
Projekt 52
Ich hatte im Januar überlegt, das Projekt 52 zu einer Storytelling-Challenge für mich zu machen. Doch der Aufwand war dann leider höher, als ich zunächst angenommen hatte. Das abgebrochene Experiment habe ich euch ausführlich in einem eigenen Beitrag beschrieben. Mit den Dinosauriern gab es einfache Figurenskizzen, während ich euch für „Lichtermeer“ mit in meine Welt von „Das verborgene Gleichgewicht“ genommen habe.
Zeichenworkshop
Im Rahmen des Ferienprogramms unserer Stadtbibliothek habe ich in den Osterferien einen Zeichenworkshop für Kinder angeboten und wir haben zusammen Osterhasen gezeichnet. Mehr über diesen ersten Probelauf erfahrt ihr hier: Mein erster Zeichenworkshop für Kinder
Variationsphase
Auch die Variationsphase selbst darf hier natürlich nicht fehlen. Im ersten Quartal des Jahres habe ich insgesamt 10 Beiträge veröffentlichen können. Hierbei entstand ein Mix aus Reflexion, Zeichnen und Schreibpraxis. Das ist schon eine massive Steigerung im Vergleich zu den letzten Jahren und ich hoffe, ich kann den Flow dieses Jahr am Leben erhalten.
Ausblick
In den kommenden Monaten möchte ich die Überarbeitung zu „Ruf nach Meer“ endlich abschließen, um somit meinen ersten KDP Unlimited Testballon zu starten. Auch für die potentielle Kurz-Comicadaption von „Ruf nach Meer“ brauche ich in der Story-Vorbereitung in jedem Fall noch etwas Zeit, da ich auf Thumbnail-Ebene die Dichte testen und schließlich die Dialoge noch schreiben muss.
Parallel möchte ich das Projekt 52 als Spielwiese nutzen. Für April habe ich mir das Osterwochenende um die Ohren geschlagen und für euch 4 Mini-Comicseiten vorbereitet, die ich noch kolorieren will. Ich nehme euch mit zu Enya und Ursa Thalen, zwei Figuren aus meinem Projekt „Das verborgene Gleichgewicht“.
Außerdem würde ich mich gern endlich mit gutem Gewissen in die Rohfassung des ersten Buches aus „Das verborgene Gleichgewicht“ stürzen, da mich mein Hirn sonst wieder von einer Konzeptidee in die nächste führt. (Planung und Konzeption sind meine Prokrastination.)
Alles in allem habe ich mir da definitiv wieder zu viel vorgenommen und es wird interessant zu sehen, wie weit ich am Ende kommen werde.