Oft kommen sie zu den unpassendsten Zeiten: Ideen für die verschiedensten Dinge. Doch eigentlich ist es doch wie mit dem Wetter; nicht der Zeitpunkt ist schlecht, sondern unser Umgang damit. Wir brauchen also nur die „richtige Kleidung“ bzw. Wege, damit umzugehen.

Spätestens seit der Geburt unserer kleinen Tochter sind lange Phasen für kreatives Schaffen nahezu undenkbar. Längere Ruhephasen werden zum Essen oder Duschen genutzt, aber es reicht nicht, um mal 3h durchgehend an einem Projekt zu arbeiten. Doch das ist noch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Vielmehr nutze ich die kleinen Zeiten zwischendrin, um Ideen zu sammeln.

Das neue Multitasking

Eigentlich gibt es kein Multitasking, doch wenn es um Babys geht, bleibt einem oft nichts anderes übrig. Egal, ob das Krümelchen in der Babytrage vor dem Bauch sitzt, so auf dem Arm ist oder zum Stillen anliegt – man wird durchaus erfinderisch, wie man diese Zeit nutzen kann.

Mit einer Hand – wenn es denn die dominante Hand ist – kann man immerhin noch das ein oder andere machen. Man lernt also durchaus, kleine Phasen zu nutzen, unter anderem, um Ideen zu sammeln.

Notiz-Apps

Notiz-App EvernoteEiner meiner besten Begleiter ist hierbei aktuell die Notiz-App Evernote (Offizielle Website Evernote). Es ist egal, ob ich mein Smartphone oder das Tabletzur Hand habe. Ideen sind schnell aufgezeichnet – und synchronisieren sich zum Glück zwischen diesen beiden Geräten und meinem Computer.

So kann ich etwa einen Textentwurf im Bett oder auf dem Sofa auf dem Tablet vorschreiben, oder Ideen für die kleine Comic-OnePager-Reihe beim Stillen mit einer Hand notieren. Oder auch unterwegs mit dem Kinderwagen.

Dank der Synchronisation kann ich später den Textentwurf am Computer einfach finalisieren oder eben neue Ideen spontan eintragen, egal, welches Gerät gerade griffbereit ist.

Skizzenbuch

Skizzenbuch für Ideen

Seit der Geburt unserer Tochter haben Skizzenbücher wieder eine höhere Bedeutung für mich. Denn viel schneller ist es kaum möglich, visuelle Ideen zu skizzieren. So skizziere ich etwa den Entwurf für eine ComicSeite, den ich später einscanne und in ClipStudioPaint als Vorlage nutzen kann.

Somit ist die Idee gesichert und kann abgerufen werden, sollte sich mal Zeit zum Zeichnen am Rechner finden, wo ich dann detaillierter an Details wie etwa den Proportionen der Figuren oder Gewichtsausdrüvken arbeiten kann.

Scrivener

Aktuell für mich nicht ganz so hilfreich, dennoch für umfangreiche Projekte absolut sinnvoll ist Scrivener (Offizielle Website). Dort können Texte und Bilder gleichermaßen für eine Story gesammelt, geordnet und jeder Zeit neu sortiert werden. (Siehe auch: Software zum Geschichten schreiben)

Da ich Scrivener zur Zeit ausschließlich auf dem Rechner habe, gibt es mir mit unserem frisch geborenen Töchterchen aktuell allerdings nicht die nötige Flexibilität.

Ideen wertschätzen

Der wichtigste Aspekt am Ideen sammeln besteht wohl darin, sie erstmal zuzulassen. Eine Idee nicht sofort zu bewerten, sondern ihr eine Chance zu geben. Manche Ideen brauchen etwas Zeit und Pflege, bevor sie wirklich umgesetzt werden können. Und das ist total in Ordnung.

Darüber hinaus hilft es, das Sammeln von Ideen ganz klar von der Produktion zu trennen. Das eine ist ein kreativer Prozess, das andere eine handwerkliche Umsetzung. Natürlich ist eine Idee selbst noch nicht geschützt, im Gegensatz zu einem fertigen Bild o.ä.

Ideenmanagement
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