Es war schon lange dunkel und während ich durch das hohe Gras entlang der Bürgersteige wanderte, kamen mir viele Kinder entgegen. Sie trugen seltsame Gewänder, sodass man sie gar nicht recht erkennen konnte. Dazu einen großen Sack, den Sie den Erwachsenen hinhielten, wenn sie an einer Haustür klingelten. Scheinbar sammelten sie Süßigkeiten.

Als ich an einem weiteren Haus vorbei kam und das Lachen der Kinder in der Ferne verklang, hörte ich plötzlich ein wimmern. Ich folgte dem Geräusch und fand einen kleinen, jungen Kater, der verängstigt unter einem Busch saß. Verwirrt schaute ich mich um, was diesem Kleinen wohl Angst gemacht haben könnte. Doch ich fand nichts, was meine Aufmerksamkeit erregte. Schließlich konnte ich ihn ermuntern, mir den Grund für sein verschrecktes Verhalten zu zeigen.

Seine Familie hatte vor der Eingangstür einen großen Kürbis platziert. Ein Gesicht hatte man ihm geschnitzt und durch seine leeren Augen flackerte eine Kerze.

„So geht das nicht“, erklärte ich dem Kürbis. „Du kannst doch hier nicht einfach herkommen und jeden schief angrinsen, der dich entdeckt. Das gehört sich nicht. Versprich mir, dass du dem kleinen Kater keine Angst mehr einjagst!“

Die Hutmacherin und der Halloween Kürbis

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