Die Weihnachtsfeiertage sind geschafft und das Jahr 2020 neigt sich nun langsam seinem Ende. Für uns nicht nur das „Corona-Jahr“, sondern das Jahr, in dem unsere Kinder tolle Sprünge in ihrer Entwicklung gemacht haben.

Ein persönlicher Rückblick

Anfang des Jahres haben wir unsere Große, die im Sommer ihren 4. Geburtstag feiern durfte, zur Musikunde angemeldet. Ein Angebot der Musikschule Fröhlich, bei der unsere hiesige Vertreterin in die Kitas geht und auf eine spielerische Weise die Kinder an die Musik heranführt. Unsere Tochter hat so in diesem Jahr so erste Instrumente kennen gelernt, die Tonleiter gelernt und zu Weihnachten für die Familie „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ auf ihrem Glockenspiel vorgespielt.

Ich bin der Überzeugung, dass die Tonleiter auch der Ausgangspunkt für das Lernen des Alphabets war. Denn sie fragte im Frühjahr zunehmend nach verschiedenen Buchstaben, die sie zum Beispiel auf unseren Gläsern sah. Mittlerweile kann sie einfache Wörter lesen, wenn sie will. Auch im Zeichnen hat sie so eine wahnsinnige Entwicklung hingelegt. Anfang des Jahres noch vor allem Gekritzel, im Sommer bei der U-Untersuchung reichte es nur zu einer unformigen Elipse mit Stacheln als Sonne. Kein Viereck, kein Dreieck und schon gar keine Strichmännchen. Man kündigte uns bereits an, dass das nächstes Jahr besser klappen müsse und wir haben uns wirklich Gedanken gemacht. Heute malt sie Familienbilder, Einhörner, Dinosaurier und was auch immer ihr einfällt. Natürlich auf kindliche Art, doch gleichzeitig total wunderbar.

„Kleine Meerjungfrau“ (H.S., 4 Jahre, Dezember 2020), Nach eigener Bleistiftvorzeichnung selbst mit Alkohol-Markern koloriert.

Unser Kleiner wiederum – er feierte im Sommer seinen 1. Geburtstag – legte am Anfang des Jahres zügig mit dem Krabbeln los und ich dachte, „Puh, bestimmt läuft er spätestens zum Geburtstag!“ Doch Pustekuchen. Zwei Hosen hat unser Power-Krabbler verschlissen, bevor es so richtig mit dem Laufen losging. Dafür wird in unserem Quadro-Klettergerüst ordentlich geklettert und gerutscht. Mittlerweile zieht er sich schon auf die erste Ebene hoch und steht an einer Stelle sogar auf der Kletterstange. Sprechen mag er noch nicht so recht, doch er versteht wirklich viel. Wenn man ihn gut beobachtet, kann man seine Mimik, Gestik und Laute schon ganz gut deuten.

Pferde und Einhörner

Während nun also beide ihre ganz eigenen Entwicklungen machen, können sie sich aktuell beide für Pferde bzw. Einhörner begeistern. Begonnen hat es natürlich mit der Großen, doch der Kleine ist ganz angetan. Besonders aufgefallen ist es, als die Große eines Abends Ostwind (Teil 3) schauen durfte und er den Anfang mitgesehen hat. Dort träumt die Protagonistin Mika von Wildpferden. Es gibt also einige schöne Aufnahmen von den Tieren. Unser Söhnchen saß fasziniert vor dem Fernseher. „Hüühüüü!“ rief er begeistert, deutete auf den Bildschirm und grinste uns an. Noch vor Ostwind steht hier bei unserer Tochter allerdings Sternenschweif hoch im Kurs. Sie hat mittlerweile einige Hörspiele, Pixi-Heftchen und auch 2 „Erstlese-Bücher“. Eigentlich für 2. Klässler, aber super zum Vorlesen und mit wirklich schönen Illustrationen. Das Gute für uns: Sternenschweif gibt es NICHT im Fernsehen.

Diese gemeinsame Begeisterung unserer Kinder, wollte ich in einem Bild aufgreifen. Gleichzeitig hatte ich mir vorgenommen, vor Ende des Jahres mal noch ein komplexeres Bild fertig zu stellen. Dazu hatte ich mir auch noch ein paar Alkoholmarker in Pastellfarben bestellt und so wurde aus dem guten Vorsatz schnell eine Idee, die ihren Weg in die Umsetzung fand.

Ein Bild entsteht – Magische Momente

Da ich Ideenskizzen und Vorzeichnungen am liebsten digital mache, startete ich auch für dieses Bild in CLIP STUDIO PAINT.

Erste Ideenskizze

In der ersten Ideenskizze waren Einhorn und unsere kleine Meerjungfrau noch gleichwertig im Motiv. Doch mir fehlte ein gewisse Dynamik bei den Kindern. Unser Kleiner würde nie sitzen bleiben, wenn ihn etwas wirklich begeistert. ;) Ein anderer Aspekt, der mich störte, war die sehr flache Integration des Einhorns. Das nahm dem Bild jede räumliche Tiefe. Also machte ich einen zweiten Versuch auf einer neuen Ebene und versuchte bewusst, die Fabelwesen in den Räum hinein wirken zu lassen.

2. Vorzeichnung mit mehr Augenmerk auf räumliche Tiefe.

Hier fand ich unsere Kinder nun wirklich wieder. Die begeisterte Reaktion unseres Kleinen passte auch eher zu schwebenden Pferdchen, als zu einer Meerjungfrau. Sie ist daher in den Hintergrund gerückt. Für die Reinzeichnung habe ich mich für einen Bleistiftstrich entschieden, den ich später ausdrucken wollte.

Reinzeichnung

Je länger ich das Bild anschaue, desto mehr Unsauberkeiten und Verbesserungspotential finde ich noch. Doch dies war der Punkt, an dem ich mich für „done ist better than perfect“ entschied. Einen Probedruck machte ich zunächst auf normalem Kopierpapier. Dabei fielen ein paar kleine Details auf, die ich dann noch einmal korrigieren konnte. Den zweiten Probedruck schenkte ich am nächsten Tag unserer Tochter, die es gleich als Ausmalbild nutzte und an ihre Magnetwand hing. Eines der coolen Nebeneffekte, wenn die Vorzeichnung digital gemacht wird – man kann sie eben auch für die Kinder ausdrucken. ;)

Für mich dauerte es dann ein paar Tage, bis ich die Ruhe fand, an einem Nachmittag mich mit allen Stiften hinzusetzen. Natürlich malte die Große auch parallel mit den Stiften. Wenn ich sie ließe, hätte sie die Alkoholmarker wohl schon eingehamstert, aber so gibt es eben die Regel, dass wir da nur zusammen mit malen.

Materialien für die Koloration mit Alkoholmarkern

Materialübersicht für die Koloration

Alle nachfolgenden Links sind Affiliate Links aus dem Amazon Partnerprogramm. Solltet ihr darüber eine Bestellung abschließen, erhalte ich eine kleine Provision. Euch entstehen keinerlei zusätzliche Kosten.

Die beiden Pastellsets habe ich mir als Ergänzung bestellt, da meinem Ohuhu-Set leider ein paar helle Töne fehlen. Gleichzeitig gab es mir einen praktischen Vergleich zu den Copics und zu einem weiteren günstigeren Anbieter. Letzterer hatte leider eine sehr steife Pinselspitze. Weitere Details dann in einem eigenen Blogpost im neuen Jahr.

Das fertige Bild

Magischer Moment

Hier nun also das fertige Bild. Ich habe auf ein Nachziehen aller Outlines dann am Ende doch verzichtet. Auch auf zusätzliche Highlights mit weißem Gelstift. Einerseits ging mir die Zeit aus, andererseits mochte ich das Ergebnis einfach so, wie es gerade ist. :)

Ich möchte allen, die in diesem Jahr über Affiliate Links auf meinem Blog etwas bestellt haben, an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. VIELEN DANK! In diesem Jahr hat mein Blog erstmalig seine Webhosting-Kosten nur über Affiliate Links einspielen können. Das ist großartig und motiviert, weiter zu machen.

Ich wünsche euch allen ein paar schöne Resttage in 2020 und hoffe, ihr könnte es ruhig angehen lassen. Kommt gut ins neue Jahr!

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Magische Momente – Ein Rückblick 2020
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